Susanne Schlusnus

PHYSIOBOE

Physioboe - Ganzheitliches Oboenspiel von Susanne Schlusnus


Freies Spiel durch Zentriertheit, Symmetrie und Balance


Mit der Physioboe verknüpfe ich meine Berufe als Oboistin, Physiotherapeutin und Heilpraktikerin für Psychotherapiein einem Ganzheitlichen Konzept für Oboe. Das Wortspiel entstand aus „Physio" und „Oboe“: "Physio" ist die Abkürzung von Physio-therapie und steht hier allerdings auch als Abkürzung für "physiologisches" Oboespiel, was soviel heißt wie "natürlich" oder "den normalen Abläufen und Körperfunktionen des menschlichen Organismus entsprechend". Physiotherapeutin bin ich bedingt durch eigene überwundene Spielproblematiken geworden, weil meine Suche nach wirklicher Hilfe nicht erfolgreich war - steckte doch die Musikermedizin während meiner Stu- dienzeit Ende des letzen Jahrtausends noch in den Kinderschuhen. Speziell in „meiner“ Musikhochschule Freiburg im Breisgau gab es zu meiner Studienzeit keinerlei Angebote. Bezeichnenderweise fand der erste Kongress, den ich als Mitglied der Deutschen Gesell-schaft für Musikphysiologie und Musikermedizin besuchte, genau dort statt und ich staunte nicht schlecht, über dasin der Zwischenzeit aufgebaute Institut für Musiker-medizin und war auch etwas wehmütig, dass es für mich als Musikerin viel zu spät kam. Folglich musste ich mir damals, als die Probleme auftraten (in meinem Fall eine begin- nende Kieferarthrose) selber helfen und begann mich, mit physiologischen Aspekten des Oboespielens auseinander zu setzen. Es war zunächst also reine Selbsthilfe woraus die Idee dieses Konzeptes entstand.

Physioboe begann dann mit der Studie über die physischen Belastungen beim Oboe- spielen aus dem Jahr 2010, die ich mit 70 Oboistinnen und Oboisten durchführte und welche das Fundament für das Konzept geworden ist. Da die Oboe ein äußerst körper-liches Instrument ist, ist es von Beginn an wichtig, eine gute „Körper-Instrument-Verbin- dung“ herzustellen (eine gute „Physioboe“). Meine Hauptmotivation ist deshalb, das Verständnis für den eigenen Körper zu wecken und schulen, und dieser Aspekte in die tägliche Beschäftigung mit der Oboe zu integrieren. Das Ziel dabei ist ökonomisches, freies Oboenspiel, welches durch die Ganzheitlichkeit, d.h. allen Aspekte des men- schlichen Seins, (Körper, Geist und Seele) und folglich mit physiologischen, mentalen und energetischen Elementen realisiert wird.